Histo Cup – spannende Rennen in Most und Brünn

Histo Cup Saisonauftakt in Most (24.–26. April 2026)

Endlich fiel der Startschuss für die neue Saison des Histo Cups. Nach intensiven Testtagen in Salzburg und am Red Bull Ring ging es für alle Rennserien zum Auftakt ins tschechische Most. Aufgrund der Absage zweier Gastserien wurde ein kompaktes Veranstaltungsformat gewählt. Testfahrten am Samstagvormittag, gefolgt von Qualifyings und ersten Rennläufen am Nachmittag.

BMW 325 Challenge
Ganz nach dem Motto „Wenn der Vater mit dem Sohne“ lieferten sich Gerhard und Patrick Weiss bereits im Qualifying ein spannendes Duell um die Pole-Position. Dieses setzte sich im ersten Rennen fort – mit dem besseren Ende für Patrick Weiss, der knapp vor seinem Vater gewann. Platz drei ging an den Tiroler Richard Prethaler.
Rookie Dominik Ségur-Cabanac überzeugte mit Rang vier vor Christian Papai und Christopher Behensky, der mit massiven Getriebeproblemen zu kämpfen hatte. Nach dem Rennen zeigte sich die gelebte Histo-Cup-Philosophie. Das Team Weiss stellte Behensky ein Ersatzgetriebe zur Verfügung – inklusive Einbau. Ein starkes Zeichen für den besonderen Teamgeist und Kameradschaft im Fahrerlager.
Auch das zweite Rennen gewann Patrick Weiss vor Gerhard Weiss und Richard Prethaler. Ségur-Cabanac wurde erneut Vierter. Behensky lag lange auf Podiumskurs, musste sich jedoch aufgrund technischer Probleme – keine Kupplung – mit Rang fünf zufriedengeben.

Formel Historic
Das erste Rennen war zunächst geprägt vom Zweikampf zwischen Josef Neuhauser (Dallara F3) und dem Ungarn Patrik Lipovics (Tatuus F4). Neuhauser musste jedoch aufgrund von Öldruckproblemen zurückstecken und kämpfte anschließend mit Roman Pöllinger und Thilo Krichbaum um den Klassensieg.
Robert Waschak aus Salzburg gab im Formel Renault 1800 ein gelungenes Debüt und zeigte sich zufrieden. In der Sportwagenwertung setzte sich Alexander Frank (PRC) vor Arthur Bruckner (Lotus 23) und Markus Bogner (Lola T590) durch.
Im zweiten Rennen ließ Patrik Lipovics nichts anbrennen und gewann vor Krichbaum und Neuhauser. Bei den Sportwagen siegte Arthur Bruckner vor Peter Bogner.

Young Timer
Das erste Young Timer-Rennen begann mit einem packenden Zweikampf. Norbert Greger (Porsche 997 GT3) verteidigte zunächst die Führung gegen Andreas Rehwald (BMW M3 E36). Nach einer Full-Course-Yellow-Phase gelang Rehwald jedoch der bessere Restart und er übernahm die Spitze.
In der Schlussrunde bekam Rehwald jedoch Probleme, wodurch Greger den Sieg holte. Dahinter folgten Boris Hartl und Peter Fronius (beide Porsche 997 GT3). Dominik Klima wurde Fünfter und gewann die Klasse bis 2500 ccm.
Die Mazda MX-5-Wertung entschied Peter Nemsila knapp vor Drahomir Osvald und Tomas Kollar für sich.
Auch im zweiten Rennen blieb Greger siegreich vor Hartl und Fronius. Dominik Klima gewann erneut seine Klasse. In der TCO-Klasse setzte sich Harald Schmid (Porsche Cayman) durch. Die Mazda-Wertung ging wieder an Nemsila.

Austrian GT
Mit Spannung wurde das erste Rennen der Austrian GT erwartet. Polesetter Oliver Michael führte das Feld an, gefolgt von Bob Bau und Johannes Gantner. Mario Huber startete nach einem Defekt im Qualifying vom Ende des Feldes und arbeitete sich schnell nach vorne.
Nach fünf Runden führte Oliver Michael vor Stefan Ertl, Bau, Gantner und Huber. In der Rennmitte entwickelte sich ein spektakulärer Dreikampf um Platz drei zwischen Bob Bau, Huber und Gantner.
Am Ende setzte sich Oliver Michael vor Stefan Ertl (beide Porsche 992 GT3) und Mario Huber (Porsche 991.3 GT3) durch. Die Klassenwertungen gingen unter anderem an Herbert Karrer und Klaus Schneeberger.
Im zweiten Rennen erwischte Huber den besten Start und übernahm zunächst die Führung, ehe Michael wieder konterte und erneut gewann. Ertl wurde Zweiter vor Huber.

Historische Tourenwagen
Das erste Rennen wurde von Sascha Mitic (Porsche 964 RSR) und Florian Stahl (BMW E30) angeführt. Nach einem schwachen Start von Stahl entwickelte sich ein intensiver Kampf an der Spitze. René Jentzsch (Chevrolet Delago) übernahm zwischenzeitlich die Führung, ehe sich ein dramatischer Schlusskampf mit Federer im McLaren entwickelte. In der letzten Runde konnte Federer schließlich den Sieg holen, vor Jentzsch und Mitic. Die Anhang-K-Wertung gewann Michael März (BMW 2002).
Im zweiten Rennen siegte René Jentzsch vor Mitic und Bolliger. Auch hier war Michael März erneut der schnellste Anhang-K-Pilot.

RAVENOL 1-Hour Endurance Race
Das erste Endurance-Rennen der Saison gewann Stefan Ertl vor dem Duo Weissenlehner/Karrer (beide Porsche 992 GT3 Cup). Platz drei ging an „Bob Bau“.
Das Rennen musste nach 40 Minuten vorzeitig beendet werden, nachdem Herbert Karrer aufgrund eines Bremsversagens heftig in die Leitplanke einschlug. Das Fahrzeug wurde stark beschädigt – Karrer blieb glücklicherweise unverletzt.

Classica Trophy
In der Solo-Wertung setzte sich Gerhard Braunegger (Seat Ibiza) vor Martin Tischler und Robert Baumgartner durch.
Die Teamwertung gewannen Herbert Margreiter und Konnie Aistleitner (Alfa Romeo) vor Alois Hechenleitner und Steffi Huber (BMW 325i).
In der Digitalwertung siegten Stefan und Werner Riedler (Porsche 911).

Histo Cup Brünn 2026: Spannende Rennen und große Starterfelder

 

Traumhaftes Motorsport-Wochenende in Brünn
Nach dem Saisonauftakt in Most war die Vorfreude auf die traditionsreiche Rennstrecke in Brünn besonders groß, nachdem die Veranstaltung im Vorjahr aufgrund der Umbauarbeiten für die MotoGP abgesagt werden musste. Rund 150 Teams sowie die Gastserie ADAC Heigo sorgten für ein beeindruckendes Starterfeld. Bei herrlichem Wetter wurden am Freitag ausgiebige Testfahrten absolviert, ehe am Samstag die Qualifyings und anschließend die Rennen über die Bühne gingen.

BMW 325 Challenge und Mini Cooper Cup
Mit über 20 Startern präsentierte sich die BMW 325 Challenge erneut bestens besetzt. Alexis Graf von Wedel stand gemeinsam mit Polesetter Patrick Weiss in der ersten Startreihe und erwischte den besseren Start. Zwischen den beiden entwickelte sich ein packender Zweikampf, den der junge Wiener Stefan Fuhrmann jun. aufmerksam verfolgte. Durch die ständigen Führungswechsel konnte er aufschließen und schließlich selbst die Spitze übernehmen. Für das Drama des Rennens sorgte Patrick Weiss, dessen vierter Gang in der Schlussrunde ausfiel. Den Sieg machte schließlich Stefan Fuhrmann jun. hauchdünn vor Alexis Graf von Wedel perfekt – sein erster Erfolg in der Challenge. Dritter wurde Stefan Fuhrmann sen. vor Richard Prethaler, Patrick Weiss und Christian von Wedel.
Die BMW-STW-Wertung gewann Karl Kölbl vor seinem Sohn Simon und Wolfgang Komornik.
Im Mini Cooper Cup setzte sich der Deutsche Peter Hinderer vor Landsmann Michael Baltes und dem Tiroler Matthias Rainer-Pranter durch.
Im zweiten Rennen sicherte sich Alexis Graf von Wedel die Poleposition vor Gerhard Weiss und Patrick Weiss. Dieses Trio bestimmte über weite Strecken das Renngeschehen. Nach einer Safety-Car-Phase – ausgelöst durch Harald Schneller, dessen Fahrzeug mit Motor „aus“ ausrollte – gewann Alexis von Wedel vor Gerhard und Patrick Weiss. Stefan Fuhrmann sen. belegte Rang vier vor seinem Sohn Stefan jun. und Dominik Ségur-Cabanac.
Die STW-Wertung ging diesmal an Simon Kölbl vor Karl Kölbl und Wolfgang Komornik. Im Silver Cup belegte Stefan Fuhrmann sen. hinter Gerhard Weiss Platz zwei vor Richard Prethaler. Die Mini-Cooper-Wertung gewann Matthias Rainer-Pranter vor Peter Hinderer und Michael Baltes.

Austrian GT
Auch die Austrian GT bot mit über 20 Fahrzeugen ein starkes Teilnehmerfeld. Der Wiener Stefan Fuhrmann dominierte das erste Rennen mit seinem leistungsstarken Jaguar V8-Star und feierte einen souveränen Start-Ziel-Sieg vor einer starken Porsche-Phalanx.
Zweiter wurde der Deutsche Manuel Süßenguth im Porsche 991.2 vor Oliver Michael im Porsche 992, Bob Bau und Franz Lahmer.
Die Wertung der älteren Porsche-Modelle gewann Herbert Karrer vor Alexander Vogt und Rehan Khan. Klaus Schneeberger entschied die Klasse der ersten Porsche-997-Generation für sich. In der GT4-Klasse triumphierte Reinhardt Gfatterhofer im Audi R8 vor Franz Leitner im KTM.
Auch im zweiten Rennen führte Stefan Fuhrmann zunächst das Feld an, ehe ein Getriebeschaden seine Hoffnungen zunichtemachte. Manuel Süßenguth erbte dadurch die Führung und gewann vor Oliver Michael und Dominik Haselsteiner. Bob Bau belegte Rang vier vor Franz Lahmer und Johann Christopher Gantner.
Herbert Karrer gewann erneut die Wertung der Porsche 997.2 und 991.1 vor Alexander Vogt und Rehan Khan. Klaus Schneeberger war erneut bester Pilot der älteren 997er-Modelle.

Formel Historic
Der Tiroler Josef Neuhauser dominierte das erste Rennen der Formel Historic und siegte mit sechs Sekunden Vorsprung vor Roman Pöllinger und Thilo Krichbaum – allesamt auf Dallara F3. Schnellster Sportwagenpilot war Norbert Raschhofer vor Ingo Strolz und Andreas Türk. Die älteste Klasse entschied Peter Hinderer im Lotus 51 Formel Ford für sich.
Das zweite Rennen war zunächst von spannenden Kämpfen hinter Neuhauser geprägt. Schließlich setzte sich der Tiroler knapp gegen Peter Peckary durch. Thilo Krichbaum wurde Dritter vor Roman Pöllinger. Bei den Sportwagen triumphierte erneut Norbert Raschhofer.

Formel Young
Dominic Makolm ließ im ersten Rennen nichts anbrennen und gewann mit seinem Tatuus F3 souverän vor Alexander Fritz und Thomas Hoffmann. Hinter dem Sieger der Formel Renault 2.0, Periode 2 – Alexander Fritz – platzierten sich Michael Küffer und Christopher Oslanec.
Auch das zweite Rennen gewann Makolm vor Nikolai Takev und Christopher Oslanec. Alexander Fritz belegte Rang vier und wurde damit Zweiter der Formel Renault 2.0, Per. 2.
Im dritten Rennen setzte sich Makolm erneut durch. Nachträglich wurde Christopher Oslanec jedoch auf Rang drei vorgereiht, nachdem ein Protest gegen Alexander Fritz wegen mehrfacher Missachtung der Tracklimits erfolgreich war.

Histo Cup K, STW und Porsche Classic Cup
Große Spannung herrschte beim ersten Rennen der historischen Tourenwagen. Der Deutsche Markus Bereuter gewann im Chevrolet Corvette vor Sascha Mitic und Florian Janits, der den BMW 320 Gruppe 5 von Michael Steffny pilotierte. Roger Bolliger kämpfte anfangs ebenfalls um die Spitze, musste jedoch aufgrund eines Getriebeschadens aufgeben.
Die Anhang-K-Wertung bis 2000 ccm gewann Michael März vor Michael Baltes und Nico Schuch. In der größeren Klasse setzte sich der Tscheche David Becvar im Ford Sierra Cosworth durch. In der STW-Klasse bis 2000 ccm triumphierte Wolfgang Kriegl, während Michael Haidvogl die Klasse bis 2500 ccm gewann. In der großen STW-Kategorie komplettierten Achim Deboeser und Tina Jentzsch hinter Bereuter das Podium.
Auch im zweiten Rennen blieb Markus Bereuter siegreich. Hinter ihm platzierten sich Sascha Mitic, Porsche 964RSR, David Becvar Ford Sierra Cosworth, Florian Stahl und Michael Steffny, beide BMW. Becvar war bester Anhang K Pilot vor Michael März, BMW 2002 und Michael Baltes, Fiat 131.

Young Timer
Walter Schropper gewann mit seiner Dodge Viper das erste Young-Timer-Rennen vor Toni Stoiber, Porsche 997 und Andreas Rehwald, BMW M3 E36. In der Klasse bis 2500 ccm setzte sich Bernhard Penc, BMW 325 durch, während Andreas Rehwald auch die Klasse bis 3000 ccm gewann. Die TCO-Wertung holte Harald Schmid im Porsche Cayman. Im Mazda MX5 Cup siegte György Makai vor Drahomir Osvald und Peter Nemsila.
Das zweite Rennen gewann Norbert Greger vor Andreas Rehwald und Boris Hartl. Im Mazda MX5 Cup blieb erneut György Makai erfolgreich.

Ravenol Endurance Race
Das Endurance-Rennen gewannen Rupert Weissenlehner und Dieter Svepes im Porsche 992 vor Manuel Süßenguth, Porsche 991.2 und Franz Lahmer, Porsche 992. Die Klasse bis 2500 ccm entschieden Weiss/Dujsik vor Alexis und Christian von Wedel sowie Stefan Fuhrmann sen. und jun., alle BMW 325 Challenge für sich.

Classica Trophy
Martin Tischler gewann die Soloklasse mit seinem Renault Megane vor Raimund Schörghofer, BMW 2002 und Herbert Zetka, VW.
Die Teamwertung ging erneut an Herbert Margreiter und Konnie Aistleitner, Alfa Romeo vor den Teams Jauch/Maier, Opel Ascona und Pirbaum/Hutterer, Volvo 121 Amazon.
Die digitale Wertung gewann Niki Horvath, Porsche 911SC vor Manfred Schiedauf, Renault und Denis Ederer, Opel Manta.
Gerhard Braunegger, Alfasud Sprint wurde aufgrund unerlaubter digitaler Hilfsmittel disqualifiziert.

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