„Vorarlberg – Tor zum Westen“ am 12. Dezember um 21.05 Uhr in ORF 2

Vorarlberg-Folge der „Universum History“-Zeitgeschichteserie.

Die Gebirgsregion des Montafons mit seiner „grünen“ Grenze zur Schweiz steht im Mittelpunkt der siebenten Folge der „Universum History“-Zeitgeschichteserie „Unser Österreich“.

Das Doku-Drama von Reinhold Bilgeri und Markus Barnay erzählt am Dienstag, dem 12. Dezember 2017, um 21.05 Uhr in ORF 2 die Geschichte Vorarlbergs anhand der Erlebnisse der Montafoner Familie Juen, die von den dramatischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts unmittelbar betroffen war.
Gestern, am Montag, dem 20. November, wurde die Produktion in Anwesenheit von Landesrat Erich Schwärzler, ORF-Programmdirektorin Kathrin Zechner, ORF-Landesdirektor Markus Klement, „Universum History“-Projektleiter Tom Matzek sowie von Angehörigen der Familie Juen im Landesfunkhaus in Dornbirn präsentiert. Im Gespräch mit Reinhold Bilgeri (Produzent und Regisseur Spielszenen) und Markus Barnay (Buch und Regie Dokumentarteil) erläuterte „Vorarlberg heute“-Moderatorin Martina Köberle die Besonderheiten der Dokumentation, die als Produktion der Bilgeri Film Productions GmbH für den ORF, gefördert von BMBF, Zukunftsfonds der Republik Österreich und Land Vorarlberg entstand. Ebenfalls unter den zahlreich erschienenen Premierengästen: ORF-Stiftungsrat Alfred Geismayr, Florian Themeßl-Huber vom Land Vorarlberg, Produzentin Beatrix Bilgeri, die Darsteller der Juen-Brüder, Hannes Bickel und Michael Joachim Heiss, sowie die Historiker Edith Hessenberger und Meinrad Pichler.

„Vorarlberg – Tor zum Westen“ – am 12. Dezember um 21.05 Uhr in ORF 2
Regisseur Reinhold Bilgeri („Der Atem des Himmels“) und ORF-Redakteur Markus Barnay begleiten in ihrem Film eine Familie, die das harte Leben in den alpinen Gebirgsregionen gleichermaßen repräsentiert wie den Wandel der Lebensumstände entlang der Grenze. Die Brüder Meinrad und Wilhelm Juen und ihre Schwester Ludwina wuchsen auf einem Bergbauernhof im Montafon auf – und benötigten, so wie die meisten ihrer Landsleute, neben der eigenen Landwirtschaft zusätzliche Einnahmequellen zum Überleben. Bevor der Tourismus im Lauf des 20. Jahrhunderts auch das Montafon erreichte, waren viele Menschen gezwungen, saisonweise auszuwandern und in der Fremde zu arbeiten, andere verlegten sich – so wie die Juen-Brüder – auf Tätigkeiten, die zwar illegal, aber doch weit verbreitet waren: Schmuggeln, Schwarzschlachten oder Wildern. Spätestens mit Beginn des Zweiten Weltkriegs und der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung durch das nationalsozialistische Regime wurde die Grenze zur Schweiz zum „Tor zur Freiheit“. Die erfahrenen Schmuggler betätigten sich nun auch als Fluchthelfer, die vielen Menschen das Leben retteten. Weil sie sich dafür bezahlen ließen, wurde ihnen auch nach dem Krieg lange die Anerkennung verweigert.
Historische ORF-Beiträge zum Thema aus der Reihe „ORF-TVthek goes school“, Reportagen von Radio Ö1 sowie ergänzende Informationen zu den Sendungen sind auf der neuen, speziell auf dieses Projekt ausgerichteten Homepage http://tv.ORF.at/unseroesterreich zu finden.

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