Von wegen Gerichtsbeschluss

Täuschend echt wirkende Post vom Richter will Bürger um Geld erleichtern.

Und wieder treten Betrüger eine Spur professioneller auf den Plan. Derzeit erhalten viele Vorarlberger Post vom Gericht. Mit Stempel, Unterschrift und Vollstreckungsbescheid. Erst der zweite Blick entlarvt gerissene Betrüger als Autoren der brisanten Briefe.
Das sieht alles so echt aus. Eine betagte Dame aus dem Oberland etwa traute ihren Augen nicht. Nur gut, dass sie ihren Enkel zu Rate zog. Der schickte die vermeintlichen Amtsschreiben der AK Vorarlberg und siehe da: „Fake news“.
Mittlerweile erhielten zahlreiche Vorarlberger Briefe dieser Art. Der Schriftzug „Justiz“ prangt auf dem Briefkopf und ein stilisierter Adler. Auch die Sprache klingt amtlich: Da ist von „Forderungsnummer“ und „Vollstreckungsbescheid“ die Rede. Ein Zahlungsbefehl der „Gerichtsvollzieherverteilungsstelle“ liegt praktischerweise bei. So kann der Empfänger die 373,49 Euro gleich überweisen. Aber wofür eigentlich? Das geht aus dem Schreiben nicht hervor. Auch sonst strotzt es nur so vor Unsinn und frei erfundenen Paragraphen. Also weg damit, rät Konsumentenberater Franz Valandro. „Sollten Sie den geringsten Zweifel haben, wenden Sie sich an uns.“ Nur überweisen sollte man keinen Cent.
Kunden, die Fragen haben, wenden sich an ihre AK Vorarlberg.
Rückfragehinweis: AK-Konsumentenberatung, Dr. Franz Valandro, Telefon 050/258-3000, franz.valandro@ak-vorarlberg.at 

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